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Die verschiedenen Reiter-Typen

Wer kennt das nicht, die unterschiedlichen Typen, die einem im Reitstall so über den Weg laufen... Ich stelle hier mal die vor, die man bei uns im Stall zur Zeit so antrifft. Da wäre die SCHLEIFCHEN SAMMLERIN, sie geht jedes, aber wirklich jedes Wochenende aufs Turnier, startet dann so oft sie kann und kommt nie, nie, niemals ohne Platzierung und Schleifchen wieder. Schließlich besteht ihrer Meinung nach der Sinn am Reiten darin, erfolgreich zu sein! Die FOTOGRAFIN dagegen, hat ihr Pferd eher als Model. Beinahe kein Tag vergeht, an dem nicht ein kleines oder großes Shooting von ihrem hübschen Rassepferd gemacht wird. Und da sie das ja so gut macht, tauchen die Bilder dann auch überall auf: ob in Facebook, im Reiterstübchen oder am Sattelschrank - überall werden die Fotos stolz präsentiert. Auch die FARBEN SÜCHTIGE präsentiert gerne, und zwar ihre tausende von Sets. Sie hat wirklich in jeder Farbe ein komplettes Outfit für ihren Liebling, die Gamaschen oder Bandagen passen immer zu Schabracke und Fliegenohren und selbstverständlich wird täglich eine neue Farbe gewählt. Man fragt sich wirklich, wo sie all dieses Zubehör aufbewahrt?! Die SUPERTOCHTER ist ihr da etwas ähnlich, denn auch sie hat mehr Zeug als man benötigt. Ist ja auch klar, denn wenn sie mit den Augen klimpert, bekommt sie von Daddy was sie will. Sie wird immer gefahren, muss keinen Finger krumm machen und ist ganz schön verwöhnt. So, wie das Pferd der SUPERELTERN. Sie haben keine Kinder und das Pferd dient als Ersatz. Es wird meist zu zweit betüddelt und verhätschelt, Stunden lang gepflegt und umsorgt als wäre es ein kleines Baby. Die ZWILLINGE können auch nicht allein, sie sind absolut beste Freunde, haben beide ein Pferd und sind immer verabredet. Egal ob Ausreiten, Springen oder Dressurarbeit auf ihrem Plan steht, sie machen alles gemeinsam und sind nie einsam. Die PLANMÄßIGE plant zwar nicht alles zu zweit, aber sie hat immer einen strengen Plan. Die Zeit ist immer genau eingeteilt, wann wie was gemacht wird weiß sie wahrscheinlich schon bevor sie sich auf den Weg zum Stall macht, eine Planänderung kommt nicht in Frage! Die EINSTEIGERIN dagegen, ist ziemlich Planlos. Sie hat erst vor Kurzem mit Reiten angefangen und sich dafür gleich ein eigenes Pferd zugelegt. Von ihr kommen oftmals hilfesuchende Blicke, da sie nicht weiß was sie gerade macht oder machen soll. Die REITLEHRERIN, die keine Reitlehrerin ist, hilft sehr gerne, weiß alles besser und verteilt ihr Wissen daher auch an alle anderen, ob die es wollen oder nicht. Die PROFIREITERIN weiß auch schon alles über Pferde, Unterricht braucht sie also keinen mehr und auch die harschen Ratschläge der "Reitlehrerin" werden, so wie auch die restlichen Reiter des Stalls, einfach nicht von ihr beachtet. Als Profi ist man ja auch was besseres. Die VOR-VORSORGLICHE hört und sieht alles was am Stall passiert, denn alles kann gefährlich werden. Ein Pferd im Stall hat gehustet? Dann bleibt ihr Pferd besser in der Box und bekommt vorsorglich Hustensaft ins Futter, egal was los ist, lieber eine Woche zu viel Boxenruhe als zu wenig und den Tierarzt lieber dreimal täglich anrufen, es könnte ja sonst was passieren, wenn man nicht vorsichtig genug ist. Dann gibt es da noch die SAUBERKEITSFANATIKERIN, die ihr Pferd vor und nach dem Reiten gründlich putzt, deren Sattel- und Zaumzeug immer glänzend sauber und poliert sind, denn sie kann kein bisschen Dreck akzeptieren. Zu guter letzt gibt es da noch die FAMILIE. Man weiß zwar nicht so genau warum, aber bei ihnen ist Reiten ein Hobby für die ganze Familie - auch wenn nur einer von ihnen reitet. Der Rest kommt eben mit, steht neben dran und schaut bei allem, was im Stall so getan werden muss, einfach nur zu. Sooo, das waren unsere Reiter-Typen, ich hoffe es war interessant zu lesen. Liebste Grüße, eure Pferdefee
15.1.15 00:20


Die Überlegung für's erste eigene Pferd und die Kosten

Das erste eigene Pferd zu haben, ist für viele der große Traum. Ich kann das auch absolut verstehen, allerdings hoffe ich, dass jeder gut darüber nachdenkt - und zwar vorher! Ein Pferd oder Pony ist eine riesen große Verantwortung. Als Pferdebesitzer übernimmst Du die Verantwortung dafür, dass es dem Tier gut geht. Du musst damit rechnen, dass einiges anders sein wird, wenn Du Dein Pferd hast. Ich zum Beispiel, habe auf viele andere Aktivitäten (Sport, Hobbies, Freunde treffen...) und auf Urlaub im Ausland größtenteils verzichten müssen, weil mein Pferd mich einfach finanziell und zeitlich sehr beansprucht hat. Da Pferde schon lange meine Leidenschaft sind, war es für mich aber absolut okay, meine Freizeit meistens im Stall zu verbringen. Ich hatte schon so viele schöne Momente mit meinen Vierbeinern, das ich fast vergesse, dass es auch schlechtere Zeiten gab. Wenn die Pferde beispielsweise krank oder verletzt sind, kann es sein, dass man mehrmals täglich in den Stall muss um sich um sie zu kümmern. Und dann kommen da ja noch die Kosten... Als erstes kommen natürlich die Anschaffungskosten auf einen zu, also der Kaufpreis des Pferdes, das ganze Zubehör das man benötigt und die Ankaufsuntersuchung sind zusammen meistens schon mal ein großer Betrag. Dann muss man mit den regelmäßigen, nicht monatlichen Kosten wie Tierarzt (Impfungen, Entwurmung, Untersuchungen), Hufschmied (ca. alle zwei Wochen) und die Versicherungskosten und den zusätzlichen Kosten, wenn das Pferd mal krank wird, einen neuen Sattel oder anderes Zubehör (geht ja öfters kaputt) braucht, professionellen Beritt benötigt, etc. rechnen. Auch beim monatlichen "Unterhalt" des Pferdes kommt einiges zusammen. Da ist zu erst mal die Boxenmiete, die sehr unterschiedlich ausfällt, je nach Lage und Angebot des Pensionsstalls. Dazu kommt dann meistens noch Futter, auch wenn man "nur" Zusatzfutter selbst beschaffen muss, sollte das mit eingeplant werden. Der Reitunterricht muss beim eigenen Pferd ja auch noch gezahlt werden und ist oft nicht sonderlich günstiger als mit Schulpferd. Bei mir kommen außerdem noch die Spritkosten dazu, weil unser Stall 2o km außerhalb liegt und ich fast täglich hin fahre. Als Beispiel in Zahlen, hier meine regelmäßigen ca. Kosten für ein Pferd: -> Monatlich: -Boxenmiete (Vollpension) 320,-€ -Zusatzfutter 45,-€ -Unterricht (4x Einzelstunde) 100,-€ -Spritkosten ca. 110,-€ ~575,-€ -> regelmäßig: -Versicherung 50,-€ alle drei Monate -Hufschmied 80,-€ alle 8-12 Wochen -Entwurmungen und Tierarzt kommen ca alle drei Monate mit unterschiedlichen Beträgen dazu Hoffentlich konnte ich ein wenig Klarheit verschaffen... Liebste Grüße, eure Pferdefee
14.1.15 20:38


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